An einem Donnerstag Mittag Ende Oktober ging es mit Bus und Bahn zum Einstiegspunkt Ruhestein.
Die Wettervorhersage ließ keine Wünsche offen Regen, Sturm und sogar Schnee sollen uns die nächsten Tage begleiten. Was solls es gibt kein schlechtes Wetter nur falsche Kleidung. Der Starkregen des Vormittags hat pünktlich zu unserem Start auf dem Westweg aufgehört.
In bester Gesellschaft und guter Laune ging los. Der Wanderweg vom Ruhestein zum Schliffkopf ähnelte mehr einem Bachlauf, aber was solls die Wanderstiefel sind frisch imprägniert.

Am Schliffkopf wehte uns der starke Wind um die Ohren, so genossen wir den Blick nur kurze Zeit und liefen weiter mit Vorfreude auf die Sauna in unserem heutigen Tagesziel.
Über den Panoramaweg ging es fast eben weiter. Der Ausblick ins Renchtal war herrlich und dank der starken Sturmböen konnte sich die Sonne immer wieder durch die dichte Wolkendecke kämpfen.
Nach 11 km erreichten wir unser heutiges Tagesziel das Sporthotel Zuflucht und wir belohnten uns erstmal mit einem Bier. Die zweite Belohnung folgte beim Abendessen mit einem ausgezeichneten Rostbraten.
Während wir am nächsten Tag das hervorragende Frühstück im Hotel genossen, beobachteten wir immer wieder die Graupelschauer vor dem Fenster. Pünktlich zu unserem Aufbruch zur heutigen Tagesetappe hörten auch die Schauer auf. Wenn Engel reisen 🙂
Vorbei an Wasserbüffelähnlichen Rindern bogen wir an der Alexanderschanze zur Aussichtsplattform Elbachseeblick ab und verließen die damit für kurze Zeit den Westweg.
Völlig allein genossen wir bei einer warmen Tasse Tee den Ausblick von der Plattform. Immer wieder riß die Wolkendecke auf und ließ uns einen Blick auf den blauen Himmel gewähren.
Während dessen betraten jedoch immer mehr Menschen die Plattform, Zeit für uns aufzubrechen. Schließlich lagen noch ein paar Km vor uns.


Zurück auf dem Westweg führte uns der Weg zum Startplatz der Gleitschirmflieger von Bad Griesbach.
Ein grandioser Platz für eine Mittagspause, leider etwas zu stürmisch und damit doch recht frisch.
Trotz dem starken Wind der um die Ohren bließ genossen wir den Ausblick und liefen zugig weiter.
Bei der Hildahütte wurde es Zeit für eine Mittagspause. Unser Timing hätte mal wieder nicht besser sein können, denn während wir uns stärken fing es wieder an zu regnen, jedoch nur von kurzer Dauer… Glück muss man einfach haben. Nach einem leckeren Honigschnäpsle ging es weiter und zwar auf einem wunderschönen Singletrail Richtung Glaswaldsee.
Die Wolkendecke riss immer wieder auf, es war einfach nur traumhaft schön. Getoppt wurde das ganze auf den Waldwegen in Richtung unseres Etappenziel dem Harkhof, als Nebel aufkam der die Sonnenstrahlen für uns streute und sichtbar werden ließ, einfach unglaublich schön. Ich genieße den Anblick und denke darüber nach wieviele Menschen mir in den vergangenen Tagen gesagt haben:
„Du spinnst doch bei der Wettervorhersage wandern zu gehen“.
Die haben keine Ahnung und vielleicht Ist auch einfach ein bischen Neid dabei, weil ich es einfach mache!
Die Zeit und die 26 km Wegstrecke vergingen wie im Flug und der Harkhof empfing uns mit einem gut gefüllten Gastraum. Natürlich gabs zur Belohnung erstmal ein Bier.

